Jan kann nicht schlafen. Im dunklen Zimmer erwacht der Drache, der tagsüber in seinem Bauch geschlafen hat. Jan starrt in die Dunkelheit, plötzlich strömt Licht durch ein Schlüsselloch, das schließlich so groß wird, dass er selbst hindurch schlüpfen kann. Er kommt auf eine große Wiese und sieht dort viele Menschen mit ihren Drachen. Ein Mädchen beginnt auf seinem Drachen zu reiten und erhebt sich schließlich singend in die Luft. Das Gespräch mit dem Mädchen, Fanny, löst zunächst Tränen bei Jan aus. Nachher ist ihm leichter und er kann zum ersten Mal darüber sprechen, dass sein Vater im Gefängnis ist. Die messerscharfen Schuppen seines Drachen verwandeln sich in eine wollig weiche Haut. Er erkennt, dass es auch der Mutter helfen würde, wenn offen miteinander gesprochen wird.
Ein sehr gutes Bild, dem ein Kind im Alter von 5 bis 10 Jahren gut folgen kann. Im Anhang befinden sich Tipps und Adressen, wo man Hilfe bekommen kann. Man merkt die langjährige Erfahrung und Professionalität der Autoren. Dem Buch ist eine große Verbreitung zu wünschen.