Komm, ich trag dich ein Stück, sagte die Schildkröte, von Lena Raubaum und Leonie Schlager

Wir treffen den Ich-Erzähler, als er schon weiß, dass es einen Todesfall in seiner nächsten Umgebung geben wird. Aber er spricht es noch nicht aus, er braucht erst einen zusätzlichen Halt. Im Buch ist das die Schildkröte, auf deren Panzer er klettern darf. Gemeinsam mit ihr bewältigt  der Erzähler bzw. die Erzählerin den großen Verlust.

Mit dem Tod kommen auch die großen Fragen: Was ist danach? Die Schildkröte sichert zu, dass da bestimmt etwas ist, „auf alle Fälle in Form von Erinnerungen“. Diese Einschränkung macht mich traurig, so schön Erinnerungen auch sein können. Aber an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben, muss wohl jeder mit seinem eigenen Herzen ausmachen. Und das Buch soll schließlich auch von atheistisch gesinnten Menschen zur Hand genommen werden können. Es ist jedenfalls eine willkommene Hilfe, um mit einem/einer vom Abschied-Nehmen Betroffenen ins Gespräch zu kommen.