Bilder aus Aderklaa
Eine Reise durch die unglaublichsten Gegenden und Formationen, durch Erdgeschichte und zu den Menschen die dort wohnten oder wohnen. Eine Reise auch zu Charles de Foucauld, der einmal dort lebte. Mir hat der meditative Schreibstil und die dazwischen sich langsam enthüllende Geschichte des Einsiedlers sehr gut gefallen.
Was für eine schöne Erfahrung, wenn man mit einer selbst erfundenen Geschichte in eine andere Welt eintreten kann! Die beiden Autoren locken uns dorthin. Mit ersten Sätzen, die schon ein bisschen Geheimnis in sich tragen und mit Fragezeichen-Bildern, die unsere Stellungnahme herausfordern.
Man muss das Buch nur aufschlagen und schon gelingt er, der Sprung in eine neue Welt. Unser Vorstellungsvermögen beginnt zu blühen.
Gestützt auf historische Daten entfaltet sich die Gestalt eines Fährmannes an einem Fluss, der am Ende des 19. Jahrhunderts in der unwirtlichen Nordküste Islands am Eismeer lebt. Ein paar Kilometer im Umkreis sind sein Lebensumfeld, aber das kennt er genau, Meer und Fluss, Land und Leute. Er ist Liebhaber, Säufer, Lebensretter, Robbenjäger, Dichter und einsamer Denker.
Ein literarisches Meisterwerk!
Was für ein Glück, dass unser Auto streikt! Endlich kann ich mit meinen Freunden zu Fuß in die Schule gehen. Was kann ich nicht alles erleben unterwegs! Wir riechen die zahnlose Hexe, fliehen vor Waldungeheuern und Hyänen, stiefeln durch Matsch und Wolkenbrüche. Da muss ich doch glatt meine Eltern davon überzeugen, dass wir nicht aus Zucker sind. Die Abenteuer auf dem Schulweg lass ich mir nicht mehr nehmen, auch wenn das Auto wieder funktioniert.
Wenn man von einer Sache begeistert ist, unheimlich viel weiß und das dann auch noch lebendig und auch für den Laien verständlich vermitteln kann, ist das ein Glücksfall. „Ameisen“ ist so ein Fall. Spannend, faszinierend, informativ. Ein Buch, das zum Forschen einlädt.
Jede Woche gibt Janas Lehrer eine neue Sitzordnung vor, und jede Woche will jemand anderer nicht neben Jana sitzen. Sie ist das gewohnt, sie kennt es nicht anders. Bis Aleena in ihre Klasse kommt, ein selbstbewusstes Mädchen aus Afghanistan, das die Dynamik der Klasse umkrempelt. Beide werden auf den Geburtstag des intriganten Klassenlieblings eingeladen, und Jana ist aus gutem Grund misstrauisch. Ihr Vater kann ihr nicht helfen, der versucht vergeblich, mit Computerspielen Geld nach Hause zu bringen, und das ist immer knapp. Doch Jana hat bereits viele Wege gefunden, sich selbst zu helfen, auch wenn das anstrengend ist. Das Geburtstagsfest wird schließlich so schlimm wie erwartet, aber Jana sieht nun, dass sie und ihr Vater wirklich Hilfe von außen gebrauchen könnten – und dass sie in Aleena eine gute Freundin hat.
Mobbing, Armut, Flucht
Emma leidet unter dem Lärm in der Schule, die sie seit kurzem besucht. Deshalb trägt sie Kopfhörer, durch die sie Meeresrauschen hört. Als sie deswegen verspottet wird, stößt sie ein Kind um, das sich eine Platzwunde zuzieht. In der Folge muss sie zur Direktorin und bleibt einige Tage von der Schule zu Hause. Die verbringt sie im Forschungszentrum für Meeresbiologie, in dem ihre Eltern arbeiten. Sie freundet sich mit den Tieren an, die auch ihre Probleme haben. So will der Hai nicht ins Meer zurück, weil er Angst hat, wieder von einer Schiffsschraube verletzt zu werden und der Schwertwal hat ein Problem, das umgekehrt zu ihrem eigenen ist: er hört nichts. Zum Glück kann Emma verhindern, dass er ins Meer zurück muss, was seinen Tod bedeutet hätte.
Eine fantastische Geschichte, in der sich hochsensible Kinder wiederfinden und mithilfe der Meerestiere einen Lösungsweg finden können. Für therapeutische Zwecke hervorragend geeignet, für Kinder aller Altersstufen.
aus dem Ungarischen übersetzt
Hayden kann nicht weinen, auch als sein alter Hund stirbt. Seine Trauer entlädt sich in einer sinnlosen Wutattacke gegen den Tierarzt, die ihn ins Gefängnis bringt. Sein nächster Gewaltausbruch provoziert einen Racheakt, der ihm fast das Leben kostet. Während der Rekonvaleszenz taucht sein altes Leben wieder auf, das er so lange und so dringend verdrängen wollte. Ungerechtfertigte Schuldgefühle und ein tiefsitzender Hass auf seinen gewalttätigen Vater haben seine anfangs so glückliche Ehe überschattet. Erst als er sich damit auseinandersetzt, beginnt er zu verstehen, was Vergebung bewirkt. Und als er dann zum ersten Mal Tränen spürt, sind es Tränen der Freude.
Protagonisten, die man lieben muss!
Was ich absolut nicht leiden kann ist, wenn sich in einem Buch die dramatischen Ereignisse immer mehr verdichten, bis sie zu dem unausweichlichen Ende führen, mit dem uns der Autor oder die Autorin eine wichtige Botschaft einbrennen will.
Bei „Problemwölfe“ kann man in dieser Hinsicht durchatmen. Es baut zwar mit der Zeit ziemlich Spannung auf, der Ausgang bleibt aber lange Zeit offen. Fünf Jugendliche mit ihren persönlichen Geschichten, Erfahrungen und Zielsetzungen finden sich im Schneesturm auf einem Berg. Was sie dorthin getrieben hat, könnte unterschiedlicher nicht sein. Und auch ihr Zugang zum großen Streitthema im Dorf, nämlich Pro und Contra Wolf, ist durchaus nicht derselbe. Aber was sie schließlich doch eint, ist die Sorge um die jeweils anderen und der dringende Wunsch, dass der Dorfkrieg endlich aufhören soll.
So funktioniert Gemeinschaft: zuhören, nachfragen, dem anderen das anders Sein verzeihen.
Während des Bosnienkrieges hat der schottische Autor Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung organisiert. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre eine weltweit agierende Hilfsorganisation, oder wie Magnus MacFarlane-Barrow sagt: Partnerschaft. „Mary’s Meals“ möchte nicht Almosen geben, sondern den Menschen in Hungergebieten, das geben, was ihnen fehlt. Kinder bekommen in der Schule eine warme Mahlzeit. Die Lebensmittel werden in der Region gekauft und die Menschen dort helfen beim Bau der Küche, beim Lebensmitteltransport und beim Kochen. Einheimische Kontrollore sorgen dafür, dass alles in geordneten Bahnen verläuft. Finanziert wird das Ganze durch unzählige große und kleine Spender. Mit dem kleinen Beitrag von 22€ kann ein Kind ein Jahr lang in der Schule eine warme Mahlzeit bekommen. Für über 2 Millionen Kinder ist das schon der Fall. So wird nicht nur der Hunger bekämpft, sondern auch ein entscheidender Beitrag zur Bildung geleistet. Das Buch berührt nicht nur, es bringt etwas, was wir alle gut brauchen können: Hoffnung auf eine bessere Welt. Nicht umsonst wurde Magnus MacFarlane-Barrow unter die 100 einflussreichsten Personen der Welt gewählt.
Ausgehend von persönlichen Erlebnissen, bringt uns die Autorin die Bedürfnisse unseres eigenen Körpers nahe. Und sie lehrt uns zu staunen über die unglaublichen Fähigkeiten, die in uns stecken.
Der zwölfjährige Zeno lebt in Sizilien. Wegen einer Krebserkrankung seines Vaters zieht die Familie vorübergehend in die Nähe von Genua. Zeno muss bei seinem Großvater mütterlicherseits wohnen, der im Dorf der Schweiger genannt wird. Zeno schließt dort lebenslange Freundschaften. Nach und nach kommt er auch seinem Großvater näher, besonders als sie entdecken, dass sich beide gerne Geschichten ausmalen und gerne zeichnen und malen. Zwischen den Kapiteln tauchen Lebenserinnerungen eines anderen Ich auf, von denen sich schließlich herausstellt, dass es die des Großvaters sind. So entfalten sich auf verschlungenen Wegen mit Rück- und Vorblenden die Geschichten mehrerer Generationen.
aus dem Italienischen übersetzt
Unendlich viele Geschichten werden gedruckt und verschwinden nach einiger Zeit wieder von der Bildfläche. Wenn die Geschichten aber wirklich gut sind, ist es schade, wenn sie in Vergessenheit geraten. Deshalb habe ich begonnen, sie zu sammeln. Ich frage viele Menschen nach ihren Lieblingsbüchern, stöbere in Buchhandlungen und Antiquariaten und schreibe Rezensionen, die ich hier online stelle.